Weil das Recycling auch in der Baubranche immer mehr an Bedeutung gewinnt ist es von hoher Wichtigkeit, wirtschaftliche Trennungsmöglichkeiten zu entwickeln. Es tritt mehr und mehr in den Vordergrund, dass bei den zur Verfügung stehenden Geräten und Maschinen die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit optimiert werden muss. Bei den in Frage kommenden Siebanlagen oder -maschinen unterscheidet man zwischen mobilen und ladermobilen Siebanlagen. Der Vorteil dieser Konzepte findet sich darin, dass das meiste des recycelten Materials direkt vor Ort wieder eingesetzt wird und somit hohe Transport- und Entsorgungskosten vermieden werden können.

Stand der Technik

Man unterscheidet Siebmaschinen nach ihrer Mobilität. Hier gibt es semi-mobile (Siebmaschinen ohne eigenes Fahrwerk) und mobile Siebmaschinen. Die am meisten verbreitete Variante ist die der Flachdecksiebanlagen (Eindeck- bis Dreideckvariante).
Eine weitere Bauweise bei den mobilen Siebmaschinen ist die Trommelsiebanlage. Diese sind einfach und kompakt vom Aufbau her und weisen keine Schwingungsprobleme auf. Aufgrund der Bauweise beträgt die Größe der aktiven Siebfläche nur ca. 10%.

Flachdecksiebanlage (Eindeckvariante)
Trommelsiebanlage

Neben den semi-mobilen und den mobilen Siebanlagen gibt es auch noch die ladermobilen. Hier ist ein Trägerfahrzeug (z.B. Bagger oder Radlader) für den Betrieb erforderlich. Diese Bauweise ist deutlich kostengünstiger, jedoch ist auch der Massendurchsatz entsprechend geringer. Dadurch ist der Einsatz hauptsächlich bei kleineren Projekten mit kurzer Dauer wirtschaftlich sinnvoll. Die derzeit am Markt verfügbaren ladermobilen Siebanlagen kann man wie folgt unterteilen:

  1. Vibrationslöffel

  2. Drehtrommelsieb

  3. Rotationssieblöffel

Drehtrommelsieb [Quelle: www.zeppelin.com]
Rotationssieblöffel

Der Schnellsortierlöffel

Der Schnellsortierlöffel basiert auf einem Standard-Tieflöffel und ist ein komplett geschlossenes System.
Dies hat verschiedene Vorteile, der Baggerführer ist der Umgang mit dem Standart-Tieflöffel bereits gewohnt und muss nur bezüglich der Besonderheiten geschult werden. Zudem kann schon während des Schwenkens angefangen werden zu sortieren. Hierdurch entfallen hohe Wartezeiten aufgrund des Siebens. Zudem verhindert man durch das geschlossene System den Materialverlust bei der Aufnahme und beim Verschwenken.
Durch die hydraulisch betätigte Klappe im Löffelboden ist es möglich, das Feingut an jedem beliebigen Ort zu deponieren. Der Schnellsortierlöffel ist so konstruiert, das die Siebeinsätze wechselbar sind. Beim Abkippen des Grobmaterials wird die Siebfläche umgekippt, wodurch ein Verkleben der Siebfläche nicht möglich ist. Dadurch kann man auch schwer zu siebendes Material (nass, bindig oder klebrig) klassieren.

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