Beim Forschungsprojekt OBAS handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der TU Darmstadt, der Strabag SE (ehemals Hermann Kirchner Bauunternehmung GmbH) und der TH Köln.

Das Forschungsprojekt befasst mit der Erforschung neuer Verfahren zur Erhöhung der Griffigkeit von Asphaltstraßen nach der Fertigung. Eine gleichmäßige hohe Griffigkeit von Straßenoberflächen ist eine der wichtigsten Funktionseigenschaften von Verkehrswegen bezüglich der Verkehrssicherheit.

Weil das Griffigkeitsniveau einer Straßenoberfläche vom Fahrzeugführer „nicht gesehen“ und außer bei extremen Verhältnissen auch nicht abgeschätzt werden kann, kommt dem Vorhanden-sein einer „genügenden“ Griffigkeit eine sehr große Bedeutung zu. Daher ist es für den Auftraggeber und Betreiber wichtig, dass die Griffigkeit einer Straßenoberfläche prozesssicher mit höchster Einbauqualität hergestellt wird.

Problembeschreibung

Die heute noch überwiegend angewandten Abstumpfungsmaßnahmen weisen alle den Nachteil auf, dass der Splitt erst frühestens nach dem ersten Walzengang hinter dem Fertiger eingewalzt werden kann und nicht zum optimalen Zeitpunkt direkt während des Mischguteinbaus durch den Straßenfertiger. Dabei werden nicht alle Splittkörner mit der erforderlichen Haftung in die
Asphaltdeckschicht eingearbeitet, was die Qualität der abgesplitteten Straßenoberfläche hinsichtlich der Anfangsrauhigkeit maßgeblich reduziert und durch losen Splitt zu erhöhter Unfallgefahr sowie zu Schäden, u. a. an Windschutzscheiben, führt.

Technische Ziele des Projekts

Das Ziel diese Forschungsprojektes OBAS ist es daher durch frühzeitiges Einbinden des Splittes ein besseren Verbund von Splitt und Asphalt zu erreichen und damit die Funktionalität der Straßenoberfläche unmittelbar nach dem Einbau zu gewährleisten. Erreicht werden soll dies durch die Einbindung des Splittes unmittelbar während des Einbaus durch den Fertiger, da an dieser Stelle die Deckschicht noch ausreichend heiß und der Verdichtungsvorgang noch nicht zu weit fortgeschritten ist.

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