Graben und Sieben in einem Arbeitsgang – das ist im Garten- und Landschaftsbau nicht möglich, da gängige Siebschaufeln zu schwer sind für Mobilbagger der Gewichtsklasse von drei bis sechs Tonnen, die in der Regel eingesetzt werden. Um das zu ändern, entwickeln das Kölner Labor für Baumaschinen der TH Köln und der Maschinenhersteller Holp GmbH eine hydraulisch betriebene Siebeinrichtung.

Die neue Siebeinrichtung soll so konzipiert werden, dass sie unkompliziert auf die marktüblichen Baggerlöffel montiert werden kann. Ihre Funktionsweise: Nach dem Aufnehmen des Erdreiches wird der Löffel mit der Siebeinrichtung verschlossen und auf den Kopf gestellt. Das Siebgut liegt dann auf einem umlaufenden Förderband in der Siebeinrichtung, das das Material zu einer Reihe von Abnehmern bewegt. Diese lassen feines Material durch, so dass es aus der Schaufel fällt, während zu grobes Material im Löffel verbleibt. Durch Änderung der Laufrichtung des Förderbandes kann ohne Umbau Siebgut in zwei verschiedene Körnungen produziert werden. Die Menge des Siebguts, das in einer Stunde bearbeitet werden kann, soll nicht hinter der in einer herkömmlichen Siebanlage zurückbleiben.

Arbeitsschritte einer zu entwickelnden integrierten Siebeinrichtung (2) im Zusammenspiel mit dem Baggerlöffel (1)

Der Arbeitsprozess soll bei allen vorkommenden Bodenarten und Partikelgrößen sowie bei jeder Witterung funktionieren. Um das zu  gewährleisten, werden Sensoren zur Ermittlung der Drehzahl, des Drehmoments und der Feuchtigkeit verbaut.

Das Forschungsprojekt LaMoSieb ist im Kölner Labor für Baumaschinen von Prof. Dr. Alfred Ulrich angesiedelt. Das Labor ist Teil des  Instituts für Bau- und Landmaschinentechnik der TH Köln. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms  Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über drei Jahre gefördert.

Projektpartner

 

 

 

 

 

 

 

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