Problembeschreibung:
Eine leistungsfähige und intakte Verkehrsinfrastruktur ist für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands unverzichtbar. Dabei ist die Industrie im erheblichen Maße auf die Durchführung von den rund 500.000 Großraum- und Schwertransporten jährlich angewiesen. Die Durchführung eines Großraum- und Schwertransportes (GST) kann jedoch bis zu mehreren Monaten Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen. Der zeitliche Aufwand für das Genehmigungsverfahren ist dabei am höchsten. Zur Beschleunigung der Verfahrensabläufe
wurde bundesweit das internetbasierten Genehmigungsverfahren VEMAGS eingeführt.

 

Bild 1: Durchführung eines Großraum- und Schwertransport

An diesem Punkt setzt das Forschungsprojekt Digital unterstützte Prozesse zur Genehmigung und Durchführung von Großraum- und Schwertransporten „DiGST“ an. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, dass Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte, sowie die Durchführung für alle Beteiligten effektiver und transparenter zu gestalten.

Technische Ziele des Forschungsprojektes:
Auf der Basis von 3D-Scandaten der zu fahrenden Transportstrecke werden innovative Lösungsansätze entwickelt, um die Digitalisierung bei Großraum- und Schwertransporten weiter zu realisieren. Mit den ausgewerteten 3D-Scandaten und einem zugehörigen Simulationsmodell des Großraum- und Schwertransportes samt Ladegut, werden die zugehörigen Schleppkurven mithilfe eines Algorithmus berechnet. Mithilfe der entwickelten Lösungsansätze können Genehmigungsverfahren zukünftig vereinfacht, sicherer und nachvollziehbarer gestaltet werden.

Bild 2: 3D Punktewolke einer Brückendurchfahrt

Eine digitale Karte kann VEMAGS und dessen Prozesse ergänzen und noch effizienter machen. Die zu fahrende Transportstrecke des Großraum- und Schwertransports, kann von den Genehmigungsbehörden digital angesehen und überprüft werden, und durch die Behörden mit allen Auflagen versehen werden. Dadurch liegt der Genehmigungsbescheid für den durchzuführenden Großraum- und Schwertransport dann nicht mehr rein in Papierform vor, sondern in digitaler Form. Der digitale Genehmigungsbescheid ist dabei nicht nur in Textform dokumentiert, sondern an geeigneten Stellen durch Videosequenzen und Bilder ergänzt. Das entstehende Datenpaket soll ebenfalls dazu dienen, dem Fahrer des Großraumund Schwertransports, sowie dem Fahrer des Begleitfahrzeuges verständliche Hinweise und Handlungsanweisungen zu geben.
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen der Großraum- und Schwertransport Branche helfen die Transporte in Zukunft sicherer, schneller und wirtschaftlicher durchzuführen. Dadurch ergibt sich auch eine Entlastung der Arbeiter in dieser Branche. Ihr Arbeitsplatz wird in Zukunft Sicherer sein. Ebenfalls werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer entlastet, da durch die optimierte Planung eine schnellere und komplikationsfreiere Durchführung des Großraum und Schwertransportes möglich ist.
Projektpartner sind die Konrad Sturm GmbH (Spedition für Spezialtransporte), die Sommer GmbH & Co. KG (Dienstleister für die Abwicklung von Großraum- und Schwertransporten) und die Krampe Fahrzeugbau GmbH (Hersteller von LKW-Komponenten). Das Forschungsprojekt „Digital unterstützte Prozesse zur Genehmigung und Durchführung von Großraum- und Schwertransporten“ (DiGST) wird gefördert über den NRW-Leitmarktwettbewerb MobilitätLogistik.NRW im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale  Entwicklung EFRE.

Projektpartner

 

 

 

 

 

 

 

Gefördert durch:

Forschungsträger: